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Golden Trail World Series, oder die F1 des Trailrunnings

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Es gibt tausende Trailläufe auf dieser Welt. Aber nur eine Serie, bei der du das ganze Jahr über dieselben Gesichter triffst – von Zegama in Spanien über die Alpen bis nach Asien: die Golden Trail World Series.In dieser Bonusfolge nehmen wir euch mit in eine Welt, die immer noch viel zu wenig Aufmerksamkeit bekommt, obwohl sie sportlich absolute Weltklasse bietet. 2018 von Salomon gegründet, Distanzen zwischen 20 und 40 Kilometern, acht bis zehn Stationen weltweit – und mittendrin die Besten der Besten.Und eine dieser Stationen liegt praktischerweise in Österreich: der Salomon Pitz Alpine Glacier Trail im Tiroler Pitztal, war heuer und im Vorjahr Teil der Serie. Neben der GTWS-Strecke gibt es dort Distanzen von 20 bis über 100 Kilometer – wer selbst laufen will, muss also nicht um die halbe Welt reisen, sondern kann quasi vor der Haustür Weltklasse-Trailrunning live erleben.Warum keine 100-Meiler? Weil sich Nachtrennen medial kaum vernünftig übertragen lassen – und weil die GTWS seit zwei Jahren eng mit Warner Bros. Discovery zusammenarbeitet: Das bedeutet Top-Übertragungen auf Eurosport, HBO Max, TNT Sports. Ein Veranstalter kauft sich dabei nicht nur ein Rennen, sondern ein komplettes Werbepaket – Kostenpunkt 200.000 bis 250.000 Euro.Und die Namen? Elhousine Elazzaoui, dreifacher Serien-Sieger aus Marokko – kennt in Österreich kaum wer, ist aber der Kilian Jornet über die Mitteldistanz im Trail. Madalina Florea liegt aktuell bei den Frauen in Führung. Und ein österreichisches Projekt mischt ganz vorne mit: run2gether von Thomas Krejci, dessen kenianische Läuferinnen und Läufer – Kiriago, Kipngeno, Saoli – bei Sierre-Zinal das komplette Podest holten und die im Rennen um den Gesamtsieg sind.Egons persönliche Anekdote: Beim Ledro Sky Trail lief er dieselbe Strecke wie Elazzaoui – dieser brauchte 2:20 Stunden, er ungefähr dreimal so lange. Als Letzter im Ziel bekam er vom Veranstalter ein Trostpaket – und dann kam ausgerechnet der Sieger selbst auf Egon zu und wollte ein Foto mit ihm...Reinhören lohnt sich – und noch mehr: selbst hinfahren, zuschauen, und dann die Strecke einmal selbst probieren, ob in Tirol oder am Gardasee.